Handlettering Alphabete lernen: Kurse für verschiedene Schriftstile im Vergleich

Handlettering Kurs Vergleich: Übungsblatt mit Alphabet-Grundstrichen in Brush Lettering auf dem Tisch

Der Brush Pen setzt zu dick auf, der Abstrich wird sofort ein Klecks, während daneben auf dem Tisch ein zweites Blatt mit denselben Buchstaben liegt, kantig hingeworfen, aus einem ganz anderen Kurs. Genau dieser Nebeneinander-Vergleich zwischen Handlettering-Kurs, Digital Lettering Kurs und Sketchnotes Kurs beschäftigt mich, seit ich merke, wie unterschiedlich sich drei Wege zum gleichen Ziel anfühlen können. Wer kreativ lernen will, wie man Alphabete in verschiedenen Stilen beherrscht, stößt zwangsläufig auf die Frage, ob ein einziger Kurs überhaupt reicht oder ob sich am Ende ein ganzer Brush-Lettering-Vergleich lohnt, bevor man sich festlegt.

Kurzer Hinweis vorab: Manche Links in diesem Text sind Affiliate-Links, über die ich eine Provision bekomme, wenn du darüber einen Kurs buchst. Am Preis für dich ändert das nichts. Getestet habe ich nur Kurse, die ich über mehrere Wochen tatsächlich durchgearbeitet habe, mit allen tintenverschmierten Fingern, die dazugehören.

Handlettering und Digital Lettering: Gleiche Buchstaben, anderer Weg dahin

Kursstruktur ist der erste Unterschied, der ins Auge fällt. Der klassische Handlettering-Kurs baut linear auf: erst Grundstriche, dann einzelne Buchstaben, dann ganze Wörter, jede Lektion auf der vorigen aufgebaut. Der Digital Lettering Kurs dagegen springt schneller in die Anwendung, weil die Technik am iPad ohnehin anders funktioniert als mit Tinte auf Papier. Welche Kursstruktur für blutige Anfänger tatsächlich den größten Sprung bringt, ist nochmal eine andere Frage, die ich an anderer Stelle im Detail durchgerechnet habe, hier zählt erstmal, dass beide Kurse unterschiedliche Ausgangspunkte haben. Wie viel Übungsvolumen am Ende für sichtbaren Fortschritt nötig ist, hängt zudem stärker vom gewählten Stil ab, als die Werbung mancher Anbieter glauben macht.

Was die Druckkurve beim klassischen Lettering wirklich entscheidet

Für die Grundlagen komme ich am Verständnis für Typografie nicht vorbei: Ohne ein Gefühl für den Rhythmus zwischen feinem Aufstrich und kräftigem Abstrich bleibt jedes Alphabet ein Nachmalen fremder Formen. Der Handlettering Kurs setzt genau an diesem Punkt an und bringt einem zuerst den Stift und die Handhaltung bei, lange bevor irgendwelche Schnörkel erlaubt sind. Wie diese Druckkurve über mehrere Wochen systematisch aufgebaut wird, ist ein eigenes Kapitel, das ich woanders ausführlich durchgegangen bin, für den Vergleich hier reicht die Feststellung, dass ohne dieses Fundament jede weitere Übung wackelt.

Bei mir ist genau das schiefgegangen, als ich versucht habe, direkt mit Flourishes anzufangen, bevor die Grundstriche überhaupt saßen. Die Schwünge sahen auf dem Papier chaotisch aus, weil die Hand den Druckwechsel noch gar nicht kontrollieren konnte, ein klassischer Fall von Ambition vor Technik. Seitdem übe ich stur in der vorgegebenen Reihenfolge, so uninspiriert das auf Dauer manchmal ist.

Papier ist der zweite Faktor, den viele unterschätzen. Auf gewöhnlichem Kopierpapier fransen die Nylon-Spitzen guter Brush Pens erschreckend schnell aus, was sich anfühlt, als würde man mit einem ausgefransten Besen schreiben statt mit einem Stift. Welches Papier zu welchem Stift wirklich passt, habe ich in einem eigenen Test durchgekaut, hier genügt der Hinweis, dass glatteres, etwas schwereres Papier die Spitzen spürbar schont. Wie schnell sich ein Brush Pen dabei insgesamt abnutzt, hängt außerdem davon ab, wie viele Wörter man pro Übungsabend tatsächlich schreibt, nicht nur vom Papier allein. Manchmal reicht schon der scharfe, frische Geruch, der beim Öffnen einer neuen Tuscheflasche hochsteigt, um die Laune für einen weiteren Übungsabend zu heben.

Brush Lettering Vergleich: Nahaufnahme der Stiftführung beim Abstrich auf glattem Papier im Handlettering Kurs

Die Fachbegriffe zur Buchstaben-Anatomie, x-Höhe, Oberlänge, Serife, spare ich mir an dieser Stelle bewusst, weil sie ein eigenes Glossar verdienen und hier nur ablenken würden. Genauso wenig gehe ich darauf ein, wie gut Tinte auf Holz oder anderen Untergründen hält, das ist ein komplett anderes Übungsfeld als das Papier auf dem Tisch.

Wer ganz ohne Brush Pen einsteigen will, landet außerdem schnell bei Faux Calligraphy, wofür es eine eigene Anleitung braucht statt eines Kurses. Die Sitzhaltung über Stunden am Tisch, ohne dass der Rücken irgendwann protestiert, ist ebenfalls ein Kapitel für sich, das ich getrennt behandle, und was eine einzelne Übungsstunde am Ende wirklich kostet, wenn man Kursgebühr und investierte Abende zusammenrechnet, rechne ich ebenfalls woanders vor. Für den direkten Vergleich hier zählt nur, dass der klassische Kurs bei der reinen Technikvermittlung vorne liegt.

Wann sich der Umstieg aufs iPad beim Digital Lettering lohnt

Beim Umstieg aufs iPad hilft es, ehrlich zu sein: Das Lettering-Gefühl ist ein anderes, sobald Glas statt Papier unter dem Stift liegt. Der Digital Lettering Kurs konzentriert sich entsprechend weniger auf Buchstaben-Grundlagen und mehr darauf, wie man die Drucksensitivität des Apple Pencils in Procreate so einstellt, dass sie dem analogen Abstrich wenigstens nahekommt. Mein Freund Michael, der als Grafiker in Köln arbeitet, redet mir seit Monaten zu, mehr in Procreate zu arbeiten, und an Tagen mit wenig Zeit gebe ich ihm recht: Fehler lassen sich digital einfach rückgängig machen, was besonders bei Projekten wie Handlettering für Briefumschläge Nerven spart, wenn die dritte Zeile schiefgeht.

Ob sich dieser Wechsel von analogem Üben zum digitalen Arbeiten für jeden lohnt, ist eine Abwägung, die ich an anderer Stelle ausführlicher durchgespielt habe, mit Vor- und Nachteilen auf beiden Seiten. Für mich als Grafikerin war die Umstellung technisch vertraut, aber die Haptik fehlte in den ersten Übungswochen deutlich, und ich habe öfter zum Brush Pen zurückgegriffen, nur um wieder Widerstand unter der Spitze zu spüren.

Digital Lettering Kurs auf dem iPad mit Procreate-Ebenen im Vergleich zum klassischen Handlettering

Sketchnotes gegen klassisches Alphabet: Zwei Ziele, zwei Kurse

Funktion schlägt Schönheit, sobald es schnell gehen muss. Der Sketchnotes Kurs bringt bei, dass kantige, schnell hingeworfene Buchstaben in bestimmten Situationen nützlicher sind als jedes sauber ausgeführte Alphabet, weil es um Hierarchien und Symbole geht, nicht um Schönschrift. Eine eigene Symbolbibliothek für diese Zwecke aufzubauen ist wieder ein separates Projekt, das über den reinen Kursvergleich hier hinausgeht.

Wie nützlich das im Alltag wird, zeigte sich, als eine Kollegin mich fragte, wie ich mein Whiteboard-Layout eigentlich immer so schnell auf den Punkt bringe, eine Frage, die mir vor dem Kurs schlicht niemand gestellt hätte. Ähnlich pragmatisch wird es, wenn ich unterwegs bin: Auf dem Marktplatz Bonn-Beuel skizziere ich zwischen zwei Einkäufen gerne kurze Ideen in ein kleines Heft, und da zählt Tempo mehr als die perfekte Serife. Diese Technik lässt sich außerdem gut mit klassischem Lettering kombinieren, etwa wenn man komplexe Themen visualisieren will und beide Stile im selben Layout braucht.

Sketchnotes Kurs im Vergleich zu klassischer Handschrift: Symbole und Buchstaben nebeneinander im Notizblock

Betreuung oder Flexibilität: Der Unterschied zwischen den Kursen

Betreuung ist der Punkt, den viele beim Kursvergleich unterschätzen. Kurse mit Feedback oder Korrekturschleifen haben eine spürbar steilere Lernkurve, weil man den falschen Winkel des Stifts oft selbst nicht bemerkt, bis jemand konkret draufzeigt. Reine Videokurse ohne Betreuung sind dafür flexibler und lassen sich in jede Abendlücke quetschen, verleiten aber auch dazu, denselben technischen Fehler wochenlang zu wiederholen, ohne es zu merken.

Praktisch macht sich das vor allem beim Maßstab bemerkbar: Kleine Formate am Küchentisch verzeihen weniger als große Übungsbögen, weil jeder Fehler bei kleiner Skalierung sofort auffällt, wie ich im Bericht über den Handlettering Kurs für kleine Schriften notiert habe. Wer also mit Karten oder kleinen Etiketten anfangen will, sollte eher zu einem Kurs mit Korrektur greifen als zu reinem Selbstlerntempo.

Welcher Kurs passt zu welchem Ziel?

Der passende Kurs hängt am Ende schlicht vom Ziel ab, nicht vom Preis oder der Bewertung allein. Wer die meditative, haptische Seite sucht und Zeit für Grundlagen hat, ist beim klassischen Handlettering Kurs am besten aufgehoben, weil dort Druckkurve und Buchstabenform im Zentrum stehen. Wer digital weiterarbeiten will, etwa für Poster oder Karten, greift zum Digital Lettering Kurs, sollte aber wissen, dass die Buchstaben-Grundlagen dort knapper ausfallen. Wer dagegen im Job schnell visualisieren muss, landet beim Sketchnotes Kurs, verabschiedet sich dafür aber von der Idee, jedes Alphabet kalligrafisch sauber zu Papier zu bringen.

Wie man am Ende Buchstaben, Rahmen und Freiraum zu einer stimmigen Komposition auf einer Karte oder einem Poster anordnet, bleibt dabei ein eigenes Thema, unabhängig vom gewählten Kurs. Mittlerweile wechsle ich je nach Projekt zwischen allen drei Ansätzen, und mein Tisch wird davon nicht sauberer, aber die Ergebnisse sind heute deutlich zielgerichteter als noch vor der ersten bewussten Entscheidung für einen Kurs.

Die Kurzübersicht mit Bewertungen und direkten Links folgt jetzt, für alle, die lieber vergleichen als lesen.

Produkt Bewertung
Handlettering Kurs Top Pick 9.1 Mehr erfahren →
Digital Lettering Kurs 8.7 Mehr erfahren →
Sketchnotes Kurs 8.9 Mehr erfahren →
9.1

Handlettering Kurs

Vorteile

  • ✓ Exzellenter Fokus auf Technik und Anatomie
  • ✓ Schritt-für-Schritt Aufbau für Anfänger
  • ✓ Langlebiger Vendor auf Digistore24
  • ✓ Regelmäßige Inhalts-Updates

Nachteile

  • ○ Kein Fokus auf iPad/Procreate
  • ○ Sketchnotes werden nur kurz angerissen
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