Handlettering Kurs für Geburtstagskarten: Schöne Glückwünsche kreativ gestalten

Handlettering Kurs für Geburtstagskarten gestalten: handgeschriebener Glückwunsch-Schriftzug mit Brush Pen

Eine Geburtstagskarte im Format DIN A6 misst in der Höhe keine fünfzehn Zentimeter. Für ein ausladendes "Herzlichen Glückwunsch" mit Schwüngen bleibt da überraschend wenig Platz. An genau diesem Format hängen die meisten Fragen, die mir zum Handlettering Kurs für Geburtstagskarten gestalten gestellt werden, und ich beantworte sie hier der Reihe nach, ohne Umweg über Inspirationsgerede. Wer Brush Lettering lernen will, um nicht mehr nur Namen und Datum auf eine Karte zu kritzeln, sondern etwas herzuschenken, auf das man selbst stolz ist, bekommt im Folgenden direkte Antworten statt Motivationssprüche.

Transparenzhinweis vorab: Manche Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Bucht jemand darüber einen Kurs, bekomme ich eine Provision, ohne dass für die Leserin oder den Leser ein Cent mehr fällig wird. Empfohlen wird hier nur, was ich selbst über Monate am Wochenende durchgearbeitet habe, allen voran der Handlettering Kurs, mit dem meine Karten angefangen haben, nach etwas auszusehen.

Reicht ein Kurs wirklich für schöne Geburtstagskarten?

Ja, aber nur, wenn im Lehrplan zuerst die Grundlagen stehen und nicht gleich die hübschen Schwünge. Im Handlettering Kurs kommt die Buchstabenanatomie vor den Verzierungen. Wie genau ein Stamm, eine Oberlänge oder eine Unterlänge definiert ist, erklärt an anderer Stelle ausführlicher, wer sich für die Begriffe interessiert; hier zählt die Beobachtung, dass ein Kurs ohne diese Reihenfolge Zeit verschenkt. Wer sich für die historischen Wurzeln der Schriftformen interessiert, findet bei Kalligrafie ergänzende Hintergründe, auch wenn Handlettering eher gezeichnete als geschriebene Buchstaben meint. Für eine Geburtstagskarte zählt am Ende nicht die kunsthistorische Einordnung, sondern ob die Grundstriche von der ersten bis zur letzten Karte gleich aussehen.

Bleistiftskizze für Brush Lettering lernen: Grundstriche vor dem Nachziehen mit Tinte

Bleistift vor Brush Pen: die ungeliebte Reihenfolge

Bevor überhaupt Tinte ins Spiel kommt, lohnt sich ein ganz gewöhnlicher, gut gespitzter Bleistift. Anfängerinnen und Anfänger lernen die Linienführung damit zuverlässiger als mit einem Brush Pen, dessen weiche Spitze jede zittrige Handbewegung gnadenlos sichtbar macht. Wie sich der Druckaufbau zwischen Auf- und Abstrich im Detail dosieren lässt, ist Thema eines eigenen Vergleichs; für den Einstieg reicht die Faustregel, mit Bleistift so lange ein "G" oder ein "S" zu üben, bis die Kurve ohne Ecken durchläuft. Jürgen Fromm aus dem Künstlerbedarfsladen schüttelt bis heute den Kopf, wenn ich nach Brush Pens statt nach Tinte für Stahlfedern frage. Für ihn zählt nur die klassische Feder. Erst wenn die Bleistiftform sitzt, wechsle ich zu einer Spitze aus Nylon, die deutlich mehr Widerstand bietet als ein simpler Filzstift und auf Dauer auch mehr aushält.

Welches Papier hält einer DIN-A6-Karte stand?

Normales Kopierpapier ruiniert die feinen Fasern eines Brush Pens innerhalb weniger Übungsabende, die Oberfläche wirkt auf die Spitze wie feines Schmirgelpapier. Brauchbar ist gestrichenes, glattes Papier etwa im Bereich von 100 bis 120 Gramm pro Quadratmeter, das die Tinte nicht ausfransen lässt. Welches Papier mit welchem Stift tatsächlich zusammenpasst, gehört in einen eigenen Vergleich; für Geburtstagskarten reicht die Grundregel, lieber einmal mehr Probebögen zu kaufen als an der Spitze zu sparen. Wer sowieso lieber am Tablet arbeitet, überspringt dieses Papierproblem komplett und schaut sich eher einen Digital Lettering Kurs an, bei dem die Papierstruktur durch digitale Pinseleinstellungen ersetzt wird. Für physische Karten zum Verschenken bleibt der analoge Weg bei mir trotzdem gesetzt.

Geburtstagskarte im Format DIN A6 mit Handlettering-Schriftzug und ausbalanciertem Layout

Das Platzproblem auf einer kleinen Karte

Viel freier Schreibraum bleibt nicht, wenn man auf DIN A6 ein ganzes Wort wie "Glückwunsch" mit Schwüngen unterbringen will. Man beginnt links oft zu großzügig und quetscht die letzten Buchstaben dann an den rechten Rand, als hätte man die Zeile verloren. Hilfreich ist ein Richtblatt mit vorgezeichneten Grundlinien unter dem dünnen Kartenpapier, es raschelt leise, wenn es beim Ausrichten verrutscht, bis die Buchstabenhöhe endlich passt. Wer lieber auf schnelle, funktionale Symbole statt auf ausgefeilte Schriftzüge setzt, findet im Sketchnotes Kurs einen anderen Ansatz; für eine Karte, die jemand aufbewahren soll, bleibt für mich klassisches Lettering trotzdem die bessere Wahl.

Übungsaufwand für eine Handvoll Karten

Wie viel Übung eine vorzeigbare Karte braucht, hängt stärker vom Übungsvolumen als vom Talent ab. Wie sich Fortschritt in Seiten und Übungsabenden messen lässt, ist an anderer Stelle ausführlich durchgerechnet. Manche Layoutskizzen entstehen gar nicht erst am Tisch, sondern auf einer Bank im Rheinauenpark, wo sich mit Bleistift und Notizblock schneller durchspielen lässt, wie viel Platz ein Wort wirklich braucht. Als Faustregel für Geburtstagskarten reicht es trotzdem, ein einzelnes Wort immer wieder auf ganzen Seiten zu wiederholen, statt jedes Mal einen neuen Spruch anzufangen. Nur so merkt man, ob ein Grundstrich tatsächlich gleichmäßig wird oder ob man sich nur einredet, dass er es tut.

Flourishes zuerst üben bringt nichts

Der Fehler, den ich am Anfang gemacht habe: direkt mit den großen Schwüngen an einem "G" oder "J" anfangen zu wollen, bevor die einfachen Grundstriche überhaupt sauber saßen. Das Ergebnis waren Buchstaben, die von Weitem dekorativ aussahen und aus der Nähe krumm und ungleich wirkten, weil die Basis fehlte. Erst als ich reihenweise nur gerade Auf- und Abstriche übte, kam der Moment, an dem ich das Wort "Frühling" hinschrieb und zum ersten Mal alle vier Grundstriche exakt gleich breit dastanden, ohne dass ich bewusst darauf geachtet hatte. Seitdem rate ich jedem, der mit einer Geburtstagskarte anfängt, die Flourishes für später aufzuheben und sich nicht von Instagram-Vorlagen unter Druck setzen zu lassen.

Eigener Stil oder Kursvorlage abkupfern?

Ein eigener Stil entsteht nicht dadurch, dass man eine Kursvorlage originalgetreu nachzeichnet, sondern dadurch, dass man nach den ersten sauberen Grundformen anfängt, bewusst von ihnen abzuweichen, engere Laufweite hier, mal verspieltere Schwünge dort. Wie sich ein wiedererkennbarer Stil systematisch entwickeln lässt, behandelt ein eigener Kursvergleich ausführlicher. Für Geburtstagskarten genügt es oft, sich zwei oder drei Lieblings-Buchstabenvarianten anzueignen und diese konsequent zu wiederholen, statt für jede Karte etwas komplett Neues zu erfinden.

Digital statt Papier: lohnt sich der Wechsel?

Wer schon viel am iPad zeichnet, dem fällt der Wechsel zu Procreate leichter als das Erlernen neuer Papierangewohnheiten. Layer, Pinseleinstellungen und Exportformate ersetzen dort das Nylon-Spitzen-Problem komplett. Mein Freund Michael Drechsler, der seit Jahren ausschließlich digital arbeitet, versteht bis heute nicht ganz, warum ich mir freiwillig die Finger mit Tinte vollkleckere, wenn es auch sauber am Bildschirm ginge. Für eine Karte, die jemand tatsächlich in der Hand halten und aufbewahren soll, bleibt für mich das analoge Original trotzdem die persönlichere Variante.

Lohnt sich die Anschaffung für ein paar Karten im Jahr?

Zwei oder drei Geburtstagskarten im Jahr rechtfertigen noch keinen kompletten Kurs. Ein paar gute Anleitungsvideos und etwas Geduld reichen für den Einstieg. Rechnet man die Kosten eines Kurses aber auf die Übungsabende herunter, an denen man ihn tatsächlich wieder aufklappt, sieht die Rechnung anders aus als der reine Anschaffungspreis; eine genaue Aufschlüsselung dazu gehört in einen eigenen Beitrag. Für mich persönlich, die an den meisten Wochenenden irgendeine Karte, Einladung oder Beschriftung vorbereitet, hat sich der einmalig bezahlte Kurs schnell gerechnet, ohne dass ich dafür eine Zahl nennen müsste, die ohnehin von Saison zu Saison schwankt.

Fazit: Was am Ende auf dem Küchentisch liegt

Am Ende steht auf dem Küchentisch ein Stapel Karten, der nach Vorsatz aussieht statt nach Zeitdruck kurz vor dem Geburtstag. Nicht Talent entscheidet darüber, sondern ob die Grundstriche vor den Verzierungen geübt wurden und ob das Papier zum Stift passt. Eine gute Geburtstagskarte braucht keine zehn Farben, sondern eine saubere Linienführung und ein Layout, das vorher eingeteilt wurde, nicht erst beim Schreiben entdeckt. Wer tiefer einsteigen möchte, findet in meinem Bericht über Beste Handlettering Online Kurse weitere Vergleiche, und wer es lieber reduziert mag, schaut sich die Besten Monoline Lettering Kurse an. Dort fällt der Druckwechsel der Brush Pens komplett weg.